GLÜCKLICHE TAGE
VON SAMUEL BECKETT
Schauspiel - 3. Jahrgang Regie der Otto Falckenberg Schule

Das alternde Paar: Winnie und Willi. Sie haben einander eingegraben – in Routinen, Erinnerungen und Gegenständen. Das Gestern überholt das Heute, die Bewegung erlischt und die Worte werden zum Gedachten. Weil vielleicht gar niemand mehr zuhört. Und so beschließt Winnie: „Wenn du sterben solltest, was würde ich dann tun? Nur mit zusammengepressten Lippen vor mich hinstarren. Kein Wort mehr.“

REGIE: Kevin Barz, Stipendiat der Richard Stury Stiftung
Mit: Katrin Schönermark
Bühne und Ausstattung: Anika Wieners
Dramaturgie: Carolina Heberling

13. Jul 17, 20:00 Uhr (Premiere)
15. Jul 17, 20:00 Uhr
16. Jul 17, 19:00 Uhr
19. Jul 17, 20:00 Uhr

Münchner Kammerspiele, Hildegardstraße 1,
80539 München, Kammer 3
Eintritt: 9 € / erm. 5 €
www.muenchner-kammerspiele.de oder
089/233 966 00



MITTELREICH
Nach dem Roman von Josef Bierbichler
Konzept und Inszenierung: Anta Helena Recke,
nach der Inszenierung von Anna-Sophie Mahler
Musiktheater

Was geschieht, wenn eine Künstlerin ein bereits existierendes Werk, das nicht von ihr selbst stammt, einem Akt der Aneignung zuführt – also die gleiche Arbeit noch einmal produziert, sie kopiert, sie mit kleinen, aber um so bedeutsameren Veränderungen versieht oder sie in einen anderen Kontext stellt? Das Schaffen von Elaine Sturtevant, Louise Lawler oder Sherrie Levine zeigt, wie unterschiedlich, wie produktiv, wie politisch brisant die künstlerischen Techniken sein können, die sich im Laufe der vergangenen 50 Jahre im Bereich der APPROPRIATION ART herausgebildet haben.

Mit der Produktion MITTELREICH plant die künstlerische Leiterin und Regisseurin Anta Helena Recke eine Kopie der gleichnamigen Inszenierung von Anna-Sophie Mahler, die sich u.a. mit dem Motiv der Herkunft beschäftigt und starken Bezug zur gesellschaftlichen Gegenwart hat. Recke wird alle Parameter des Originals übernehmen, jedoch die Besetzung aus ausschließlich weißen Schauspieler*innen durch schwarze Schauspieler*innen ersetzen. Mit der Strategie der abweichenden Wiederholung will sich die Produktion in den Kanon des deutschen Sprechtheaters einschreiben und so die Vorzeichen problematisieren, unter denen dieser Kanon immer weiter hervorgebracht wird.

EINE PRODUKTION VON den Münchner Kammerspielen und Anta Helena Recke.
GEFÖRDERT DURCH den Fonds Darstellende Künste und die Richard Stury Stiftung.

Premiere am 12. Oktober 2017, Kammer 1 (Schauspielhaus)
Maximilianstraße 26-28, München

Fotografie: © Münchner Kammerspiele/Double Standards



Geförderte Publikationen,
eben erschienen:
Maria Männig
Hans Sedlmayrs Kunstgeschichte.
Eine kritische Studie.
Dissertation.
Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln, Weimar, Wien 2017