EVAS TÖCHTER
Münchner Schriftstellerinnen
und die moderne Frauenbewegung
1894 - 1933
Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus
15.03. – 16.09.18

Seit den 1890er Jahren ist München von der modernen Frauenbewegung bestimmt. Frauen wie Anita Augspurg, Sophia Goudstikker, Ika Freudenberg, Emma Merk, Marie Haushofer, Carry Brachvogel, Helene Böhlau, Emmy von Egidy, Eva Gräfin von Baudissin und viele andere prägen die Stadt. Die Lebensentwürfe, Ansichten und Ideen dieser politisch engagierten Frauen sind heute hochaktuell. Sie alle begeben sich auf die Suche nach einem neuem Selbstverständnis der Frau, stellen die traditionellen Rollenvorstellungen im Bürgertum in Frage und entwerfen neue Geschlechterbilder und neue Rollen von Frau und Mann. Sie alle kämpfen für das Recht der Frau auf Bildung und Beruf, für finanzielle Unabhängigkeit und gleichberechtigte Entlohnung.

Die Ausstellung „Evas Töchter“ präsentiert anhand bisher unbekannter Originaldokumente und Objekte das Leben und Wirken damals deutschlandweit renommierter Münchner Schriftstellerinnen, die sich für ein modernes Frauenbild stark gemacht haben. Zu sehen sind Gemälde, Aquarelle, Fotografien aus dem Fotoatelier Elvira, Originalmanuskripte, Briefe, Tagebücher, Skizzen und biografische Dokumente. Im Mittelpunkt stehen die literarischen Nachlässe von Emma Merk, Marie und Max Haushofer sowie Carry Brachvogel, die die Monacensia im Hildebrandhaus jüngst erworben hat.

Projektleitung: Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia
Kuratorin: Dr. Ingvild Richardsen, Literaturwissenschaftlerin und Kulturhistorikerin

Ausstellungseröffnung:
Mittwoch, 14. März 2018, 19 Uhr
Monacensia im Hildebrandhaus | Forum Atelier
Eintritt frei: Anmeldung unter monacensia.programm@muenchen.de
Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus

Öffnungszeiten:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 17.30 Uhr, Do 12 - 19 Uhr
Ausstellungen auch Sa, So 11 - 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Str. 23
Barrierefreier Eingang: Siebertstr. 2
81675 München

FAUST, VIELLEICHT? - EINE GASTARBEIT
Schauspiel

Abschlussinszenierung von Caner Akdeniz, Studierender des Master-Studiengangs Regie im 2. Jahr der Hochschule für Musik und Theater München und ehem. Stipendiat der Richard Stury Stiftung.

Sechs SchauspielerInnen kommen von Istanbul nach München, um hier ihrer Arbeit nachzugehen - sie sind eingeladen, auf einer deutschen Bühne Theater zu spielen. Die Akteure versuchen, sich eines deutschen Stücks zu bemächtigen, einer unbekannten Sprache, deren Worte sie nicht verstehen.
Regisseur Caner Akdeniz lotet in „Faust, vielleicht?“ die Grenzen des Eigenen im Fremden aus. Zwischen Erwartungen und Ansprüchen arbeiten sich die DarstellerInnen an kulturellen Widersprüchen ab. Werden sie in einer fremden Sprache eine zweite Heimat finden können? Eine Suche nach neuem Halt jenseits des Vertrauten.

Dramaturgie David Moser, Jana Gmelin
Bühne und Kostüme: Lugh Wittig
Licht: Bernd Gatzmaga
Mit Cansu Ezgi Ince, Tara Demircioglu, Deniz Danisoglu, Ece Nur Ates, Anil Ates, Ahsen Özercan

Theaterakademie August Everding
Prinzregentenplatz 12
81675 München

Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater
Marstallplatz 5, 089/21 85 19 70

12.06.2018, 19:30 Uhr, Akademietheater Mitte (Premiere)
14.06.2018, 19:30 Uhr

Foto: © Lugh Wittig

K.
Eine Stückentwicklung nach Texten von Franz Kafka
Von Wolfgang Nägele und Meret Kündig

Franz Kafka – wie kaum ein anderer Autor skizzierte er das Unbehagen des Einzelnen in einer ihn fremd und feindlich umgebenden Welt. In vielen seiner Texte, nicht zuletzt in seinen Romanen »Der Prozess« und »Das Schloss« schildert Kafka, der Versicherungsangestellte, den ausufernden Bürokratismus von Systemen, die undurchschaubar schalten und walten und in ihrer Komplexität nicht zu decodieren sind. Die Abgründe kafkascher Welten könnten aber nicht kafkaesk genannt werden, wären sie in ihrer Tragik nicht zugleich zu tiefst komisch. Das Künstlerkollektiv um den Landsberger Regisseur Wolfgang Nägele spürt nicht nur der bürokratischen Verstrickung von Kafkas Texten nach, sondern auch der inneren Verwandtschaft mit dem Slapstick von Stummfilmkünstlern wie Buster Keaton und Charlie Chaplin und untersucht sie auf ihr komödiantisches Potential.

Mit Kim Bormann und Regina Speiseder
Regie: Wolfgang Nägele
Dramaturgie: Meret Kündig
Bühne / Kostüme: Franziska Boos

Stadttheater Landsberg/Lech
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech

Sonntag, 13. Mai 2018, 19:00 (Premiere)
Dienstag, 15. Mai 2018, 20:00

Karten: 20 € / ermäßigt 18 €

Geförderte Publikationen,
eben erschienen:
Dörthe Hellmuth
Historismus und Barockrezeption.
Eine Analyse des Berlin-Brandenburger Kirchenbaus. Dissertation.
Herausgegeben von Jörg Haspel und Franz Schopper.
Bearbeitet von Dörthe Hellmuth, Hubert Staroste.
Herausgeber: Landesdenkmalamt Berlin















Britta Hochkirchen
Bildkritik im Zeitalter der Aufklärung.
Jean-Baptiste Greuzes Darstellungen der verlorenen Unschuld. Dissertation.
Reihe: Ästhetik um 1800 (begründet von Reinhard Wegner, hg. von Johannes Grave und Sabine Schneider); Bd. 12